Geschichte

Im Jahre 1458 bekennt Hayo von Haren, gen. von der Papenborch, Propst zu Leer, von Bischof Johann von Münster mit der Papenburg samt Zubehör belehnt worden zu sein. Der darüber ausgestellte Lehnrevers enthält die älteste überprüfbare urkundliche Erwähnung Papenburgs.

Am 2. Dezember 1629 kauft der Drost Dietrich von Velen von Friedrich von Schwarzenberg das Lehngut samt Zubehör für 1.500,- Reichstaler, um in dem vom Moor (Fehn) umgebenen Gebiet eine Fehnkolonie zu errichten. Am 4. April 1630 belehnt Bischof Ferdinand von Münster seinen Drosten Dietrich von Velen und dessen Nachkommen mit Burg und Gut Papenburg. Dieses Jahr gilt im Allgemeinen als Gründungsjahr der späteren Stadt Papenburg. Am 7. Februar 1657 belehnt der Bischof von Münster Christoph Berhard Graf von Galen Dietrich von Velen mit öffentlichen Befugnissen und stattet das Gut Papenburg mit den Rechten einer Herrlichkeit aus. Am 7. Dezember 1680 stiften Hermann Matthias von Velen und seine Ehefrau Margaretha Anna, geb. von Galen, die älteste Pfarrkirche in Papenburg und weihen sie dem Heiligen Antonius als Schutzpatron.

Im Jahre 1806 bitten Papenburger Schiffsreeder unter Führung des Patrimonialrichters Godfried Bueren den Herzog von Arenberg, die Herrlichkeit aus der herzoglichen Landeshoheit in die Unabhängigkeit zu entlassen. Diesem Wunsch wird nicht entsprochen. Am 17. Mai 1833 erhält Papenburg eine neue Verfassung, die jedoch den Reformwünschen nicht entspricht, da sie dem Ort nur den Status eines Fleckens einräumt. Am 30. März 1853 werden die grundherrlichen Rechte der Familie von Landsberg-Velen an Papenburg von der Gemeinde für 100.000,- Reichstaler gekauft. Die Herrlichkeit Papenburg ist erloschen.

1856 erhält Papenburg Anschluss an das Eisenbahnnetz, an die Hannoversche Westbahn von Osnabrück nach Emden. Am 1. August 1860 genehmigt das Königliche Hannoversche Innenministerium die Annahme der Städteordnung von 1858. Damit wird Papenburg eine Stadt. Von 1933 - 1945 war Papenburg der Sitz der Zentralverwaltung der unter der Bezeichnung Emslandlager zusammengeführten 15 Gefangenen- und Konzentrationslager der Nationalsozialisten. Am 1. Januar 1973 werden die Stadt Aschendorf und die Gemeinden Bokel, Tunxdorf, Nenndorf und Herbrum in die Stadt Papenburg eingemeindet. Am 28. März 1990 beschließt der Niedersächsische Landtag im Gesetz zur Neugliederung der Stadt Aschendorf sowie den Gemeinden Langförden, Vörden und Mulsum eine Korrektur der Gemeindereform. Dieses Gesetz ist vom Bundesverfassungsgericht am 12. Mai 1992 für nichtig und gegenstandslos erklärt worden.

Einwohner

November 2006 - 34.137

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Für Theaterfreunde gibt es in Papenburg ein Theater vom Kulturkreis Papenburg. Regelmäßig können dann Aufführungen der Bereiche Theater, Klassische Konzerte, Kleinkunst, Jazz, Sonderveranstaltungen, Vorträge und Kunstausstellungen in der Stadthalle, dem Theater oder der Aula des Staatlichen Gymnasiums besucht werden.

Weiter gibt es ein Kino mit fünf Kinosälen, ein überregionales Ausstellungszentrum im Gut Altenkamp (Stadtteil Aschendorf), ein Freilichtmuseum (Stadtteil Obenende) und ein in Deutschland einmaliges interaktives Museum „Papenburger Zeitspeicher“ (Stadtteil Untenende).

Bauwerke

Papenburg besitzt eine an die Niederlande erinnernde Stadtanlage mit Kanälen und Klappbrücken und wird auch Venedig des Nordens genannt. Es ist die älteste und längste Fehnkolonie (Moorsiedlung) Deutschlands.
Die St. Antonius-Kirche ist die Kirche der ältesten Gemeinde Papenburgs. Die imposante Kirche wurde in der sehr kurzen Zeit von 1873 bis 1877 mit rund 12 Millionen Ziegelsteinen gebaut. Wegen des moorigen Untergrundes wurde dabei allein die Hälfte der Steine für das Fundament verwendet. Die Kirche ist im neugotischen Stil errichtet und innen mit reichhaltiger Wandmalerei versehen. Relativ neu sind die Glasfenster in den Seitenschiffen: Sie stammen aus dem Jahr 1965 und gehen auf einen Entwurf von Schwester Ehrentrud Trost (Varensell) zurück.

Ein beachtliches Bauwerk ist das größte überdachte Trockendock der Welt - die Meyer Werft. Die Meyer Werft ist auf den Bau von Spezialschiffen wie luxuriösen Kreuzfahrtschiffen, Auto- und Passagierfähren, Passagierschiffen sowie Gastankern und Tiertransportern spezialisiert.

Weiter ist in Papenburg eine der größten Teststrecken Europas, die Automotive Testing Papenburg zu finden.

Gartenbau

In den hiesigen Gärtnereinen mit insgesamt 750.000 qm Unterglasflächen werden Zierpflanzen, Kräuter und Salatgurken angebaut.
Papenburg ist das größte geschlossene Anbaugebiet für Salatgurken.

Kontakt

Heinz-Hermann Brelage
Kapitän-Gautier-Straße 7
26871 Papenburg, Germany

Telefon: +49 (0)4961-916787
Fax: +49 (0)4961-916788

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